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Le Méridien Vilnius | Das Zentrum für Zeitgenössische Kunst

Das Zentrum für Zeitgenössische Kunst Vilnius lockt mit einer großen Auswahl an Ausstellungen zu moderner internationaler und litauischer Kunst, organisiert Konferenzen, Lesungen, Internetprojekte, Filmvorführungen und Musikabende. Das Zentrum veröffentlicht Kataloge und Broschüren zu diesen Veranstaltungen. Es bietet Besuchern auch ein INFO-LAB, in dem sie Bücher, Zeitschriften, Videos, CDs/DVDs und das Internet nutzen können.

Das Gebäude wurde 1968 als Kunstausstellungspalast eingeweiht und bis 1988 als Zweigstelle des Litauischen Kunstmuseums geführt. Seit 1992 ist das Zentrum eine unabhängige und eigenständige Institution, die hauptsächlich vom litauischen Kultusministerium finanziert wird.
Das Zentrum ist der größte Sammelpunkt für zeitgenössische Kunst in den baltischen Staaten und eine der größten Kunstinstitutionen im postsowjetischen Europa – die Ausstellungsfläche von 2400 Quadratmetern spricht für sich. Das Zentrum für Zeitgenössische Kunst ist der Förderung eines breiten Spektrums von internationalen und litauischen Ausstellungsprojekten verschrieben und bietet auch eine große Auswahl an öffentlichen Programmen wie Lesungen, Seminaren, Darbietungen, Film- und Videovorführungen und Konzerte mit neuer Musik.

Seit Oktober 2004 sendet das Zentrum auch seine eigene Fernsehsendung im kommerziellen litauischen Fernsehen (siehe CAC TV http://www.cac.lt/tv). Gemäß dem experimentellen Charakter des Zentrums ist jede Sendung ein Pilotprojekt und jedes Programm das Serienfinale – stellen Sie sich nur vor:
Eine chaotische Truppe voller gesellschaftlicher und kultureller Außenseiter übernimmt die Leitung eines Fernsehprogrammes, das selbst noch in den Kinderschuhen steckt. Und da sie überhaupt keine Erfahrung darin haben, Fernsehen zu machen, entscheiden sie sich für die völlige Neuerfindung des Mediums. CAC/TV ist ein Fenster in der Zeit, in dem alternative Realitäten erdacht werden können.

Seit 2005 produziert das Zentrum CAC INTERVIU, "ein vierteljährliches Gespräch über Kunst". Das Magazin, dessen sechste Ausgabe im Dezember 2006 gedruckt wurde, ist eine zweisprachige (litauisch und englisch), auf Interviews basierende Veröffentlichung (inklusive Leitartikel und Buchbesprechungen), die sich auf den gesamten Ostseeraum konzentriert, dabei aber auch aktuelle internationale Veranstaltungen (wie wichtige Biennalen), die sich auf Kunst in aller Welt auswirken, nicht außer Acht lässt. Eine internationale Redaktion berät bei Leitartikeln, aktuellen Informationen und im Vertrieb. Mit einer Druckauflage von 3000 Exemplaren pro Ausgabe erreichen 2000 Exemplare kunstinteressiertes Publikum in Litauen, während 1000 Exemplare in alle Welt versendet werden.

Die CAC/CAFÉ TALKS, die ebenfalls 2005 initiiert wurden, haben sich zur wichtigsten internationalen Vorlesungsreihe in Vilnius entwickelt. Die an jedem ersten Mittwoch im Monat stattfindenden CAC Café Talks sind ein gesellschaftliches Forum zur Besprechung aktueller internationaler Themen im Bereich Kultur, Wirtschaft und Politik, die sich auf die Produktion, Ausstellung und Rezeption zeitgenössischer Kunst auswirken. Die CAC Café Talks haben die Zusammenarbeit zwischen dem Zentrum für Zeitgenössische Kunst und der litauischen Gelehrtengemeinschaft gestärkt, darunter auch die Kunstakademie Vilnius (die im Übrigen ein Seminar anbietet, bei dem man durch die Teilnahme am Café Talk Scheine erwerben kann), da sie wichtige Kulturschaffende wie zum Beispiel anerkannte Professoren einladen, über unterschiedlichste kulturelle Themen zu sprechen. Unter den Referenten waren bereits Philippe Vergne (stellvertretender Leiter des Walker Art Center, Minneapolis, USA), Chrissie Iles (stellvertretende Leiterin des Whitney Museum of American Art, New York, USA), Prof. Germaine Green (Feministin, GB/AUS), Jan Utzon (Architekt des Opernhauses in Sydney, DK), Prof. Csaba Toth (Historiker, University of Pittsburg), Jörg Heiser (Chefredakteur der Zeitschrift FRIEZE), Ken Lum (Künstler, Kunstprofessor, CAN).
Das Zentrum für Zeitgenössische Kunst organisiert ungefähr fünf bis sechs große Ausstellungsprojekte im Jahr (inklusive Retrospektiven, Umfragen und internationale Gruppenausstellungen) neben bis zu 15 kleineren Projekten. Das Zentrum ist in aller Welt als Austragungsort der Baltischen Triennale für Internationale Kunst bekannt, die zu den wichtigsten Festivals zeitgenössischer Kunst in Nordeuropa zählt. 2005 fand die IX. Baltische Triennale BMW (Black Market Worlds) ein überaus positives Echo in der internationalen Kunstpresse. Von April bis Juni 2005 zählte das Zentrum zu nur fünf Institutionen, in deren Räumlichkeiten POPULISM, eine der größten Ausstellungen Europas, gastierte. Die von Lars Bang Larsen, Cristina Ricupero und Nicolaus Schafhausen kuratierte Ausstellung von 85 Künstlern eröffnete gleichzeitig im Zentrum für Zeitgenössische Kunst, im Frankfurter Kunstverein, dem Museum für Zeitgenössische Kunst und Architektur in Oslo und dem Stedelijk Museum in Amsterdam.
Alle zwei Jahre organisiert das Zentrum auch eine Rezension aktueller Entwicklungen in der litauischen Kunst und 2006 präsentierte es 101.3 KM: competition and cooperation (ein Austauschprojekt zwischen Vilnius und Kaunas).

In den vergangenen fünf Jahren hat das Zentrum Retrospektiven und Einzelausstellungen von Arbeiten einiger der wichtigsten Künstler des 20. und 21. Jahrhundert gezeigt, darunter: Georg Baselitz, Tony Cragg, Max Ernst, Nam June Paik, George Maciunas, Man Ray, Bridget Riley und Andy Warhol. Das Zentrum gab auch Sonderprojekte für die junge Generation international anerkannter Künstler wie Emmanuelle Antille, Knut Åsdam, Pierre Bismuth, A K Dolven, Elke Krystufek, Katrzyna Kozyra, Jonathan Monk und Joao Penalva in Auftrag.

Zu ausgewählten internationalen Kunstprojekten gehören: High Tide: new currents in art from Australia and New Zealand, 2006; On Mobility, 2006; My World: the new subjectivity in design, 2006; Slow Rushes: Takes on the documentary sensibility in moving images from around Asia and the Pacific, 2004; Dutch Bureau: Zeitgenössisches Kunstprojekt aus den Niederlanden, 2004; 24/7: Vilnius/New York 2003; Nothing: Die Erkundung des Unsichtbaren in der Zeitgenössischen Kunst, 2001; Desiring Eye (Retrospektive von Fotografien aus der Sammlung des Museums für Moderne Kunst in Stockholm, 2000); Can You Hear Me? (2nd Ars Baltica Triennial of Photographic Art, 2000); Cool Places (7th Triennial of Baltic Contemporary Art, 1999); 80/90 Mirrors of Our Time (ausgewählte Stücke aus der Internationalen Sammlung des Museums für Zeitgenössische Kunst, Oslo), 1999; Twilight (internationale Ausstellung zu neuer Medienkunst), 1998; Dimension 0 (Internationales Festival der Performancekunst), 1997; Funny versus Bizarre (zeitgenössische Kunst aus den nördlichen und baltischen Ländern), 1997; Aurora 6 (Triennale junger Künstler aus den nördlichen Ländern), 1995.

2007 begann im Zentrum eine neue Ära als Lehrinstitution – in Zusammenarbeit mit der Kunstakademie Vilnius bietet es einen internationalen Masterstudiengang für zukünftige Kuratoren an. Der Masterstudiengang erfolgt in einer gemeinsamen Lehrtätigkeit von fünf europäischen Akademien/Universitäten in Devon (England), Girona (Spanien), Ljubljana (Slowenien) und Rotterdam (Niederlande).

Neben den hauseigenen Ausstellungen war das Zentrum 2007 auch die verantwortliche Institution für den litauischen Pavillon bei der 52. Biennale in Venedig. Zur auf der Biennale vertretenen Arbeit von Gediminas & Nomeda Urbonas und ihrem Projekt Villa Lituania können Sie sich hier www.villalituania.lt informieren. Dies ist bereits das zweite Mal, dass das Zentrum für den litauischen Nationalpavillon verantwortlich zeichnet – 2001 wurde in Venedig die Kunst von Deimantas Narkevicius präsentiert.

Da das Zentrum aktuell die einzige große, öffentliche Ausstellungsinstitution mit Multimediaeinrichtung im Zentrum Vilnius ist, dient es auch als Gastgeber für viele extern organisierte kulturelle Veranstaltungen. Das Zentrum profitiert von diesen Veranstaltungen durch Mieteinnahmen, positive Rezeptionen bei Partnerschaften und Werbeprofilierung und kann ein breit gefächertes Publikum und Beziehungen zu Künstlergemeinschaften erreichen. Zu den kulturellen Veranstaltungen gehören: Mode-Infektion (Vilnius Fashion Days), Gaida Music Festival, Musikfestival Vilnius, das "junge" Musikfestival (elektronischer Musik), Theaterfestival Serenos, Animationsfestival in Vilnius, Litauische Internationale Performance-Biennale und die Weintage Vilnius.

 

 

 

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