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Le Méridien Heliopolis | The Townhouse Gallery

Die Townhouse Gallery wurde 1998 als erstes unabhängiges Kunstzentrum in Ägypten gegründet und verfolgt den Ansatz, zeitgenössische Kunst allen Interessierten zugänglich zu machen. Die schnelle Entwicklung von Ausstellungs- und Öffentlichkeitsprogrammen zeugte vom dringenden Bedarf an einer derartigen Organisation. Heute kuratiert die Galerie mindestens 20 Ausstellungen und organisiert mindestens zehn Künstlerresidenzstipendien pro Jahr. Darüber hinaus laufen zehn Seminarprogramme, die im Jahr ungefähr 800 Personen ansprechen. Diese Personen stammen größtenteils aus Randgruppen.

Townhouse begründet seine Programme auf dem Bedürfnis der vielen umliegenden Gemeinschaften nach Entwicklung und einer Steigerung des Wissens, der Wertschätzung und der Ausübung zeitgenössischer Kunst in Ägypten und unterstützt das Wachstum einer unabhängigen Künstlerszene. Seminarprogramme machen einen wichtigen Teil dieser Aktivitäten aus. Die Galerie liegt inmitten der Innenstadt Kairos im Handwerkerviertel und in unmittelbarer Nähe von großen Flüchtlingsgemeinschaften. Dieser Situation der Gegend wird mit einem inklusiven Ansatz begegnet und so entwickelte sich im Laufe der Jahre ein starker Verbund an Vertrauen und
Kommunikation – ortsansässige Arbeiter und Nachbarn beteiligen sich regelmäßig an den Seminarprogrammen und sind gerngesehene Besucher der Ausstellungen. Die
große Auswahl an Seminaren richtet sich an Flüchtlinge, arbeitende Kinder, Straßenkinder, junge Muslima sowie aufstrebende Künstler, Fotografen, Kuratoren, Schauspieler, Regisseure, Filmschaffende und Bühnenbildner.

Townhouse nimmt eine wichtige Rolle als treibende Kraft und Berater von vielen Kunstorganisationen ein, die mittlerweile Teil einer blühenden, unabhängigen Kunstszene sind. Betrachtet man die vielen kulturellen Aktivitäten, die von der Regierung unterstützt werden und somit kreativen und politischen Restriktionen unterliegen, ist eine derartige Kunstszene mit einer Einrichtung wie Townhouse an vorderster Front von unglaublicher Wichtigkeit für das kulturelle Leben Ägyptens.

Die Galerie sucht und unterstützt Künstler, die bis dato wenig Gelegenheiten hatten, ihre Arbeiten aufgrund deren Größe (Townhouse hat eine große Fabrik angemietet und bietet einzigartig viel Platz in Kairo)
oder deren Inhalt und Themen, die eventuell politisch anecken könnten, auszustellen.
Talente werden gefördert und beraten, und sobald Künstler regionale Berühmtheit erreicht haben, wird ihre Arbeit auch international vorgestellt. Townhouse kann sich stolz rühmen, Kontakte zwischen jungen Künstlern des Landes und Kuratoren wichtiger Galerien, internationaler Biennalen und Messen in Afrika, Europa, Asien und dem Nahen Osten hergestellt zu haben. Die Galerie konnte auch schon international bekannte Kuratoren wie Marilu Knode, Holly Block, Catherine David, Norman Rosenthal und Okwui in ihren Räumen begrüßen und diente als Fallstudie für kulturelle Entwicklung der amerikanischen Kulturanthropologin Jessica Winegar, die über ein Jahr in der Galerie blieb.

Die Mobilität von Künstlern und Kunstwerken auf internationaler Ebene wurde von Einladungen des Galerieleiters William Wells gefördert, der für Arbeiten von Künstlern bei wichtigen Kunstmessen
wie in Basel, Frieze und der Gulf Art Fair in Dubai geworben und diese dort auch ausgestellt hat. Es besteht auch
eine umfangreiche, langfristig ausgelegte Zusammenarbeit mit berühmten Museen und Galerien wie dem Neuen Museum in New York, der SITE Santa Fe Biennale, der Serpentine Gallery in London und dem Haus der Kulturen der Welt in Berlin. Die Leiter der Townhouse Gallery stellten ihr Fachwissen und ihren Rat bereits der Fulbright Scholarship, dem Triangle Trust, dem Free Dimensional Network, dem Santral Project (Istanbul) und der American Centre Foundation zur Verfügung.

Die Galerie arbeitet neben der Ford Foundation auch noch mit vielen anderen Stiftungen und kulturellen Einrichtungen zusammen und wird von diesen unterstützt. Dazu zählen DCCD, CIDA, das Goethe-Institut, SIDA, British Council, Pro Helvetia, die Anna-Lindh-Stiftung, das Französische Kulturzentrum, das Cultural Affairs Department der USA, die Flora Foundation, Mel Wolf Foundation, die Europäische Kultur Stiftung, die Mondriaan Foundation, die Prinz-Claus-Stiftung, Young Arab Theatre Fund und der Europäischen Union.

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